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Industrielle Keramikherstellung

Ausbildung als Industriekeramiker/in Anlagentechnik

Wer eine Ausbildung als Industriekeramiker/in Anlagentechnik sucht, findet hier 31 Stellen und die Angaben, die vor der Bewerbung zählen: Verdienst je Lehrjahr, Ausbildungsdauer und die Städte mit den meisten Angeboten.

31offene Stellen
1.126 €1. Lehrjahr (Median)
1Städte mit Angeboten

Freie Ausbildungsplätze als Industriekeramiker/in Anlagentechnik

Ausbildung zum Industriekeramiker (w/m/d) Anlagentechnik 2027

CeramTec GmbH · Marktredwitz · seit 23. Okt. 2026

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Was verdient man als Industriekeramiker/in Anlagentechnik?

LehrjahrVergütung brutto (Median)Netto (ca.)
1. Lehrjahr1.126 €890 €
2. Lehrjahr1.250 €988 €
3. Lehrjahr1.357 €1.072 €

Die Werte sind Medianwerte aus 5 ausgewerteten Stellenanzeigen für diesen Beruf. Im Vergleich aller 292 Berufe mit Vergütungsangabe liegt Industriekeramiker/in Anlagentechnik auf Rang 147. Der Median über alle Berufe liegt bei 1.128 € im ersten Lehrjahr, dieser Beruf darunter.

Netto gerechnet mit rund 21 Prozent Sozialabgaben, ohne Lohnsteuer, da die meisten Ausbildungsvergütungen unter dem Grundfreibetrag liegen. Genauer mit dem Vergütungsrechner.

Was macht man als Industriekeramiker/in Anlagentechnik?

Industriekeramiker in Anlagentechnik richten die Maschinen und Anlagen ein, mit denen Keramik in Serie hergestellt wird, und halten sie in Betrieb. Sie sorgen dafür, dass aus Rohstoffen wie Ton, Kaolin oder Oxiden zuverlässig Fliesen, Sanitärkeramik, Ziegel, Geschirr oder technische Keramik entstehen.

Typische Aufgaben

  • Anlagen zum Aufbereiten, Pressen, Gießen oder Strangpressen von keramischen Massen einrichten und bedienen
  • Trocknungsanlagen und Brennöfen steuern und dabei Temperaturen und Laufzeiten überwachen
  • Produktionsabläufe an Bedienpulten und Steuerungen kontrollieren und Prozessdaten auswerten
  • Störungen an mechanischen, pneumatischen, hydraulischen und elektrischen Bauteilen finden und beheben
  • Maschinen warten, Verschleißteile tauschen und Werkzeuge oder Formen wechseln
  • Proben von Massen und fertigen Teilen prüfen und Ergebnisse dokumentieren
  • Arbeits-, Umwelt- und Brandschutzvorschriften im Umgang mit Öfen und Stäuben einhalten

Wo man arbeitet

Sie arbeiten in Betrieben der keramischen Industrie, etwa in Werken für Fliesen, Sanitärkeramik, Ziegel, Porzellan, feuerfeste Erzeugnisse oder technische Keramik für Elektronik und Maschinenbau. Die Arbeit findet drinnen in Produktionshallen statt, oft an großen Öfen, wo es warm, laut und staubig sein kann. Sie arbeiten im Team mit Kollegen aus Produktion und Instandhaltung. Weil viele Öfen rund um die Uhr laufen, ist Schichtarbeit üblich.

Aktuelle Ausbildungsplätze als Industriekeramiker/in Anlagentechnik

31 passende Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Stand dieses Aufrufs. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur, nicht über uns.

Wo es Ausbildungsplätze gibt

Marktredwitz 3

Die Ausbildung

Die Ausbildung ist dual und dauert laut Ausbildungsordnung drei Jahre. Sie lernen im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule, die wegen der wenigen Auszubildenden oft als Blockunterricht stattfindet. Zu Beginn geht es um Rohstoffe, Werkstoffe, Bearbeitungstechniken und Grundlagen der Elektrotechnik. Später kommen das Einrichten und Bedienen von Formgebungs-, Trocknungs- und Brennanlagen, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Wartung und Instandhaltung hinzu. Während der Ausbildung legen Sie eine Zwischenprüfung ab, am Ende die Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer.

Voraussetzungen

Gesetzlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe meist Bewerber mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Schulabschluss ein. Wichtig sind technisches Verständnis, Interesse an Maschinen und Steuerungen sowie handwerkliches Geschick. Sie sollten sorgfältig arbeiten, Messwerte genau ablesen und bei Störungen ruhig bleiben. Körperliche Belastbarkeit und die Bereitschaft zur Schichtarbeit sind ebenfalls gefragt.

Hilfreiche Schulfächer: Mathematik, Physik, Chemie, Technik

Passt der Beruf zu Ihnen?

  • wenn Sie gern verstehen, wie Maschinen funktionieren, und Fehler selbst suchen
  • Sie arbeiten gern mit den Händen und am Bedienpult
  • wenn Ihnen Wärme, Lärm und Staub in der Halle nichts ausmachen
  • Sie kommen mit wechselnden Schichten zurecht
  • wenn Sie wissen wollen, wie aus Ton und Mineralien ein fertiges Produkt wird

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung können Sie sich auf bestimmte Anlagen spezialisieren, etwa Brennöfen, Pressen oder automatisierte Fertigungslinien, oder in die Instandhaltung und Qualitätssicherung wechseln. Mit Berufserfahrung ist die Weiterbildung zum Industriemeister, etwa in der Fachrichtung Keramik, möglich. Eine weitere Option ist der staatlich geprüfte Techniker für Keramiktechnik an einer Fachschule. Mit Hochschulreife oder beruflicher Qualifikation steht auch ein Studium der Werkstofftechnik oder Keramiktechnik offen.

Hintergrund zur Ausbildung

Die Zahl der offenen Stellen sagt wenig über die Qualität der Ausbildung im einzelnen Betrieb. Aussagekräftiger sind die Übernahmequote, die Zahl der Auszubildenden im Verhältnis zur Belegschaft und die Frage, ob es einen festen Ansprechpartner gibt. Danach kann man im Vorstellungsgespräch fragen.

Berufsschule und Betrieb wechseln sich ab, entweder in Blöcken von mehreren Wochen oder an festen Wochentagen. Die Berufsschulzeit ist Arbeitszeit und wird bezahlt. Wer unter 18 ist, muss nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz an Berufsschultagen mit mehr als fünf Unterrichtsstunden nicht mehr in den Betrieb.

Eine Verkürzung ist möglich: bei Abitur oder Fachhochschulreife meist um zwölf Monate, bei guten Leistungen auf Antrag um bis zu sechs Monate. Beides muss die zuständige Kammer genehmigen, und der Betrieb muss zustimmen. Wer verkürzt, verdient früher das volle Gehalt, hat aber weniger Zeit für die Prüfungsvorbereitung.

Die Ausbildungsvergütung steigt in jedem Lehrjahr, das schreibt das Gesetz vor. Was viele übersehen: Auch die Sozialabgaben steigen mit, das Netto wächst also langsamer als das Brutto. Erst oberhalb des Grundfreibetrags kommt zusätzlich Lohnsteuer dazu, was bei den meisten Ausbildungsvergütungen nicht der Fall ist.

Ausbildungsbetriebe sind verpflichtet, alles zu vermitteln, was im Ausbildungsrahmenplan steht. Wer über Monate nur Hilfstätigkeiten macht, kann sich an den Ausbildungsberater der zuständigen Kammer wenden. Das ist kostenlos und vertraulich, und es ist der wirksamere Weg als eine Kündigung.

Häufige Fragen

Wie viele Ausbildungsplätze als Industriekeramiker/in Anlagentechnik gibt es?

Aktuell sind 31 Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben. Die Zahl schwankt im Jahresverlauf stark; die meisten Stellen werden zwischen Herbst und Frühjahr veröffentlicht.

Was verdient man in der Ausbildung als Industriekeramiker/in Anlagentechnik?

Der Median liegt bei 1.126 € im ersten Lehrjahr, 1.250 € im zweiten und 1.357 € im dritten. Grundlage sind 5 ausgewertete Stellenanzeigen. Tarifgebundene Betriebe zahlen meist mehr.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die meisten dualen Ausbildungen dauern zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die genaue Dauer legt die jeweilige Ausbildungsordnung fest.

Was ist der Unterschied zu Industriekeramikern in Verfahrenstechnik?

In der Verfahrenstechnik stehen die keramischen Herstellungsprozesse und die Werkstoffe stärker im Mittelpunkt. In der Anlagentechnik geht es mehr um die Maschinen selbst: Einrichten, Steuern, Warten und Reparieren. Beide Berufe arbeiten in der Produktion eng zusammen.

Brauche ich Vorkenntnisse in Elektrotechnik?

Nein, die Grundlagen lernen Sie in der Ausbildung. Es hilft aber, wenn Sie in Physik mitkommen und keine Scheu vor Schaltplänen haben. Steuerungen und Sensorik nehmen in modernen Anlagen viel Raum ein.

Wie körperlich anstrengend ist die Arbeit?

Vieles läuft heute automatisiert, Sie überwachen also oft Anlagen und greifen bei Störungen ein. Beim Werkzeugwechsel, bei Reparaturen und an den Öfen müssen Sie trotzdem zupacken und auch mal in Hitze arbeiten. Schutzkleidung und Gehörschutz gehören zum Alltag.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Für die duale Ausbildung ist gesetzlich kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe je nach Beruf einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss. Ein Praktikum wiegt in vielen Berufen schwerer als die Noten.

Kann ich mich hier bewerben?

Nein. Wir sind ein Portal, kein Vermittler. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, zu der jede Stelle oben verlinkt ist.

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Quellen und Datenstand

Was Sie oben an Stellen sehen, kommt direkt aus der offiziellen Jobbörse der Bundesagentur und wird nicht bei uns zwischengelagert. Die Vergütungsangaben sind Medianwerte aus den Angaben der Betriebe in ihren Stellenanzeigen; die Zahl der ausgewerteten Anzeigen steht jeweils dabei. Stand der Auswertung: September 2026.

Ausbildungsplatz.net ist weder eine Behörde noch ein Vermittler. Bewerbungen laufen immer direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur für Arbeit. Methodik und Grenzen · Quellen