Ratgeber · aktualisiert 4. September 2026 · 2 Min. Lesezeit
Duale Ausbildung, schulische Ausbildung, duales Studium im Vergleich

Nicht jede Ausbildung funktioniert gleich. Von den derzeit ausgeschriebenen Stellen entfallen rund 95 Prozent auf die klassische duale Ausbildung, etwa fünf Prozent auf duale Studiengänge, der Rest auf schulische Ausbildungen.
Die drei Wege
| Duale Ausbildung | Schulische Ausbildung | Duales Studium | |
|---|---|---|---|
| Ort | Betrieb plus Berufsschule | Berufsfachschule, teils mit Praktika | Betrieb plus Hochschule |
| Dauer | 2 bis 3,5 Jahre | 1 bis 3 Jahre | 3 bis 4,5 Jahre |
| Vergütung | ja, gesetzlich geregelt | meist keine, teils Schulgeld | ja, oft über dem Schnitt |
| Zugang | kein Abschluss vorgeschrieben | je nach Beruf mittlerer Abschluss | Abitur oder Fachhochschulreife |
| Abschluss | Kammerprüfung | staatliche Prüfung | Bachelor plus oft Kammerabschluss |
Wo die schulische Ausbildung sinnvoll ist
In Gesundheits-, Erziehungs- und Gestaltungsberufen führt kaum ein Weg daran vorbei. Der Nachteil ist die fehlende Vergütung, teils kommt sogar Schulgeld dazu. In der Pflege ist das seit der Reform anders: Die Pflegefachausbildung ist vergütet und gehört zu den Berufen mit der besten Übernahmequote überhaupt.
Duales Studium: der Haken
Das duale Studium verbindet Vergütung und akademischen Abschluss, verlangt dafür aber sehr hohe Belastbarkeit: Semesterferien gibt es praktisch nicht, die vorlesungsfreie Zeit verbringt man im Betrieb. Die Abbruchquoten liegen deshalb höher, als die Hochglanzbroschüren vermuten lassen. Wer den Weg geht, sollte vorher mit aktuellen Studierenden des Programms sprechen, nicht nur mit der Personalabteilung.
Stand: September 2026. Anteile aus der Auswertung der aktuell ausgeschriebenen Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit.