Bewerbung · aktualisiert 22. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit
Anschreiben für die Ausbildung: Aufbau mit Beispielsätzen

Ein Anschreiben für eine Ausbildungsstelle hat vier Absätze und passt auf eine Seite. Alles, was länger ist, wird nicht gelesen.
Absatz 1: Warum dieser Betrieb
Der erste Satz entscheidet. Verzichten Sie auf „hiermit bewerbe ich mich“ und steigen Sie mit dem Bezug ein: was Sie über den Betrieb wissen, woher Sie von der Stelle wissen, was Sie dort gesehen haben. Ein Satz über ein Praktikum, eine Messe oder ein Produkt des Betriebs wiegt mehr als drei Sätze über sich selbst.
Absatz 2: Warum dieser Beruf
Hier gehört die ehrliche Begründung hin. „Ich arbeite gern mit Menschen“ steht in jeder zweiten Bewerbung. Konkreter wird es mit einer Situation: was Sie im Praktikum gemacht haben, was Ihnen daran lag, welche Aufgabe Sie unterschätzt hatten. Ausbilder erkennen daran, ob jemand den Berufsalltag kennt oder nur die Berufsbezeichnung.
Absatz 3: Was Sie mitbringen
Zwei bis drei Punkte, jeweils mit Beleg. Nicht „ich bin zuverlässig“, sondern „ich habe zwei Jahre samstags im Einzelhandel gearbeitet und dort die Kasse übernommen“. Schulnoten erwähnen Sie nur, wenn sie gut sind; sonst sprechen die beiliegenden Zeugnisse für sich.
Absatz 4: Abschluss
Kurz halten. Ein Satz zum möglichen Eintrittstermin, ein Satz zur Freude über ein Gespräch. Der Konjunktiv schwächt: „Ich freue mich auf ein Gespräch“ ist besser als „ich würde mich freuen“.
Sätze, die Sie streichen sollten
- „Wie Sie meinem Lebenslauf entnehmen können“ — der Leser hat ihn noch nicht gelesen
- „Ich bin teamfähig, motiviert und belastbar“ — ohne Beleg wertlos
- „Ihr weltweit führendes Unternehmen“ bei einem Betrieb mit zwölf Mitarbeitenden
- Jede Formulierung, die Sie selbst nicht sagen würden
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