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Metalloberflächenbehandlung

Ausbildung als Oberflächenbeschichter/in

Oberflächenbeschichter/in gehört zum Berufsfeld Metalloberflächenbehandlung. Derzeit sind 163 Stellen bundesweit frei. Unten stehen die aktuellen Angebote, dazu Zahlen zur Vergütung aus echten Stellenanzeigen.

163offene Stellen
1.186 €1. Lehrjahr (Median)
5Städte mit Angeboten

Freie Ausbildungsplätze als Oberflächenbeschichter/in

Ausbildung OberflächenbeschichterIn (m/w/d)*

SCHOTT AG · Landshut · seit 30. Okt. 2026

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Ausbildung zum Oberflächenbeschichter (m/w/d)

ROHDE AG · Nörten-Hardenberg bei Göttingen · seit 29. Okt. 2026

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Auszubildende für den Beruf Oberflächenbeschichter 2027 (m/w/d)

Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH & Co. KG · Fridolfing · seit 21. Okt. 2026

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Was verdient man als Oberflächenbeschichter/in?

LehrjahrVergütung brutto (Median)Netto (ca.)
1. Lehrjahr1.186 €937 €
2. Lehrjahr1.260 €995 €
3. Lehrjahr1.326 €1.048 €

Die Werte sind Medianwerte aus 8 ausgewerteten Stellenanzeigen für diesen Beruf. Im Vergleich aller 292 Berufe mit Vergütungsangabe liegt Oberflächenbeschichter/in auf Rang 116. Der Median über alle Berufe liegt bei 1.126 € im ersten Lehrjahr, dieser Beruf darüber.

Netto gerechnet mit rund 21 Prozent Sozialabgaben, ohne Lohnsteuer, da die meisten Ausbildungsvergütungen unter dem Grundfreibetrag liegen. Genauer mit dem Vergütungsrechner.

Was macht man als Oberflächenbeschichter/in?

Oberflächenbeschichter/in überziehen Bauteile aus Metall oder Kunststoff mit dünnen metallischen Schichten, etwa aus Chrom, Nickel, Zink oder Gold. Das geschieht meist galvanisch in Bädern mit Strom und Chemikalien. Die Schichten schützen vor Rost und Verschleiß, leiten Strom oder sorgen für eine glänzende Optik, zum Beispiel bei Autoteilen, Armaturen oder Steckern.

Typische Aufgaben

  • Werkstücke vorbehandeln, also entfetten, beizen und spülen
  • Teile auf Gestelle stecken oder in Trommeln füllen und in die Bäder bringen
  • Galvanik- und Eloxalanlagen einstellen, bedienen und überwachen
  • Proben aus den Bädern nehmen, analysieren und Chemikalien nachdosieren
  • Schichtdicke, Haftung und Aussehen der Oberflächen prüfen und dokumentieren
  • Anlagen warten und Abwasser- und Abluftanlagen kontrollieren
  • Vorschriften zu Arbeitsschutz und Umweltschutz beim Umgang mit Gefahrstoffen einhalten

Wo man arbeitet

Sie arbeiten in Galvanikbetrieben, die als Lohnbeschichter Aufträge für andere Firmen erledigen, oder in eigenen Galvanikabteilungen der Industrie, etwa im Fahrzeugbau, in der Elektrotechnik oder bei Herstellern von Sanitärarmaturen und Schmuck. Gearbeitet wird in Hallen an Anlagen und Bädern, oft mit Schutzkleidung, Handschuhen und Schutzbrille. Man arbeitet im Team, in größeren Betrieben ist Schichtarbeit üblich.

Aktuelle Ausbildungsplätze als Oberflächenbeschichter/in

163 passende Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Stand dieses Aufrufs. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur, nicht über uns.

Wo es Ausbildungsplätze gibt

Berlin 3 Iserlohn 3 Langenfeld (Rheinland) 3 Mühldorf am Inn 3 Pforzheim 3

Die Ausbildung

Die Ausbildung ist dual und dauert drei Jahre. Sie lernen im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Am Anfang stehen Werkstoffkunde, Arbeitssicherheit, der Umgang mit Gefahrstoffen sowie das Vorbehandeln und Bearbeiten von Metallen. Danach lernen Sie, Bäder anzusetzen, zu analysieren und galvanische Verfahren wie Vernickeln, Verchromen, Verzinken oder Eloxieren durchzuführen. Im letzten Abschnitt kommen Qualitätsprüfung, Fehleranalyse, Anlagensteuerung und Umwelttechnik hinzu. Geprüft wird laut Ausbildungsordnung in einer Zwischen- und einer Abschlussprüfung vor der Kammer.

Voraussetzungen

Gesetzlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe meist Bewerber mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Schulabschluss ein. Wichtig sind Interesse an Chemie und Technik, sorgfältiges Arbeiten nach Vorgaben und ein gutes Auge für kleine Fehler an Oberflächen. Sie sollten verantwortungsvoll mit Chemikalien umgehen und keine Hautallergien gegen typische Arbeitsstoffe haben.

Hilfreiche Schulfächer: Chemie, Physik, Mathematik, Technik

Passt der Beruf zu Ihnen?

  • wenn Sie im Chemieunterricht gern Versuche gemacht haben
  • Sie arbeiten gern an Anlagen und mit den Händen
  • wenn Sie genau nach Vorgaben arbeiten und sauber dokumentieren
  • Sie haben kein Problem mit Schutzkleidung und Gerüchen in der Halle
  • wenn Sie sehen wollen, wie aus einem matten Rohteil ein fertiges Bauteil wird

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung können Sie sich auf bestimmte Verfahren spezialisieren, etwa Hartverchromung, Eloxal, Edelmetallbeschichtung oder Leiterplattentechnik. Mit Berufserfahrung ist die Meisterprüfung im Galvaniseur-Handwerk oder als Industriemeister möglich. Eine weitere Möglichkeit ist die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker, etwa in Galvanotechnik oder Oberflächentechnik. Mit Hochschulzugang können Sie Oberflächentechnik, Werkstofftechnik oder Chemieingenieurwesen studieren.

Hintergrund zur Ausbildung

Ein häufiger Irrtum betrifft die Berufsschulnoten: Sie fließen nicht in das Kammerzeugnis ein. Berufsschulzeugnis und Prüfungszeugnis sind zwei getrennte Dokumente. Für die Bewerbung nach der Ausbildung zählen beide, für das Bestehen der Abschlussprüfung nur die Prüfungsleistung.

Die Zahl der offenen Stellen sagt wenig über die Qualität der Ausbildung im einzelnen Betrieb. Aussagekräftiger sind die Übernahmequote, die Zahl der Auszubildenden im Verhältnis zur Belegschaft und die Frage, ob es einen festen Ansprechpartner gibt. Danach kann man im Vorstellungsgespräch fragen.

Eine Verkürzung ist möglich: bei Abitur oder Fachhochschulreife meist um zwölf Monate, bei guten Leistungen auf Antrag um bis zu sechs Monate. Beides muss die zuständige Kammer genehmigen, und der Betrieb muss zustimmen. Wer verkürzt, verdient früher das volle Gehalt, hat aber weniger Zeit für die Prüfungsvorbereitung.

Überstunden sind in der Ausbildung die Ausnahme. Für Volljährige müssen sie gesondert vergütet oder mit Freizeit ausgeglichen werden, für Jugendliche unter 18 sind sie nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz grundsätzlich unzulässig. Wer regelmäßig länger bleibt, sollte die Zeiten dokumentieren.

Berufsschule und Betrieb wechseln sich ab, entweder in Blöcken von mehreren Wochen oder an festen Wochentagen. Die Berufsschulzeit ist Arbeitszeit und wird bezahlt. Wer unter 18 ist, muss nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz an Berufsschultagen mit mehr als fünf Unterrichtsstunden nicht mehr in den Betrieb.

Häufige Fragen

Wie viele Ausbildungsplätze als Oberflächenbeschichter/in gibt es?

Aktuell sind 163 Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben. Die Zahl schwankt im Jahresverlauf stark; die meisten Stellen werden zwischen Herbst und Frühjahr veröffentlicht.

Was verdient man in der Ausbildung als Oberflächenbeschichter/in?

Der Median liegt bei 1.186 € im ersten Lehrjahr, 1.260 € im zweiten und 1.326 € im dritten. Grundlage sind 8 ausgewertete Stellenanzeigen. Tarifgebundene Betriebe zahlen meist mehr.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die meisten dualen Ausbildungen dauern zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die genaue Dauer legt die jeweilige Ausbildungsordnung fest.

Was ist der Unterschied zum Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik?

Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik tragen vor allem Lacke und Pulverbeschichtungen auf. Oberflächenbeschichter erzeugen dagegen metallische Schichten, meist in galvanischen Bädern mit Strom und Chemikalien. Der Schwerpunkt liegt deshalb stärker auf Chemie und Elektrochemie.

Ist die Arbeit mit Chemikalien gefährlich?

In Galvanikbädern werden Säuren, Laugen und giftige Metallsalze verwendet. Mit Schutzkleidung, Absauganlagen und klaren Arbeitsanweisungen ist das Risiko gut beherrschbar. Den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen lernen Sie von Anfang an in der Ausbildung.

Arbeite ich nur an der Anlage oder auch im Labor?

Beides gehört dazu. Den größten Teil verbringen Sie an den Anlagen in der Halle. Regelmäßig untersuchen Sie aber auch Badproben und prüfen fertige Teile mit Messgeräten, oft in einem kleinen Betriebslabor.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Für die duale Ausbildung ist gesetzlich kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe je nach Beruf einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss. Ein Praktikum wiegt in vielen Berufen schwerer als die Noten.

Kann ich mich hier bewerben?

Nein. Wir sind ein Portal, kein Vermittler. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, zu der jede Stelle oben verlinkt ist.

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Datenherkunft

Alle Stellenangebote stammen aus der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und werden bei jedem Seitenaufruf frisch abgefragt. Was ein Beruf zahlt, rechnen wir aus den Angaben der Betriebe selbst; wo zu wenige Angaben vorliegen, zeigen wir keinen Wert. Stand der Auswertung: September 2026.

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