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Ausbildung als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r

Wer eine Ausbildung als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r sucht, findet hier 112 Stellen und die Angaben, die vor der Bewerbung zählen: Verdienst je Lehrjahr, Ausbildungsdauer und die Städte mit den meisten Angeboten.

112offene Stellen
876 €1. Lehrjahr (Median)
2Städte mit Angeboten

Freie Ausbildungsplätze als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r

Ausbildung Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r (PKA) (m/w/d)

Karrierecenter der Bundeswehr Berlin · Blankenburg (Harz) · seit 4. Nov. 2026

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Was verdient man als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r?

LehrjahrVergütung brutto (Median)Netto (ca.)
1. Lehrjahr876 €692 €
2. Lehrjahr1.112 €878 €
3. Lehrjahr1.170 €924 €

Die Werte sind Medianwerte aus 11 ausgewerteten Stellenanzeigen für diesen Beruf. Im Vergleich aller 292 Berufe mit Vergütungsangabe liegt Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r auf Rang 280. Der Median über alle Berufe liegt bei 1.128 € im ersten Lehrjahr, dieser Beruf darunter.

Netto gerechnet mit rund 21 Prozent Sozialabgaben, ohne Lohnsteuer, da die meisten Ausbildungsvergütungen unter dem Grundfreibetrag liegen. Genauer mit dem Vergütungsrechner.

Was macht man als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r?

Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte sorgen in Apotheken dafür, dass die richtigen Arzneimittel und Waren vorrätig sind. Sie kümmern sich um Einkauf, Lager, Rezeptabrechnung und Verwaltung und beraten Kundschaft zu Produkten wie Kosmetik oder Pflegeartikeln. So halten sie Apothekern und PTA den Rücken frei für die pharmazeutische Beratung.

Typische Aufgaben

  • Arzneimittel und Medizinprodukte beim Großhandel oder Hersteller bestellen
  • Lieferungen auf Menge, Verfallsdatum und Zustand prüfen und einlagern
  • Bestände im Warenwirtschaftssystem pflegen und Lager kontrollieren
  • Rezepte prüfen und mit den Krankenkassen abrechnen
  • Kundschaft zu Kosmetik, Pflege- und Gesundheitsprodukten beraten und verkaufen
  • Verkaufsräume und Schaufenster gestalten und Aktionen planen
  • Preise kalkulieren, Rechnungen bearbeiten und Büroarbeiten erledigen

Wo man arbeitet

Die meisten arbeiten in öffentlichen Apotheken, also in Apotheken vor Ort mit Laden. Weitere Arbeitsorte sind Krankenhausapotheken, der pharmazeutische Großhandel, Versandapotheken und Unternehmen der Pharmaindustrie. Gearbeitet wird drinnen, teils im Verkaufsraum, teils im Lager oder Büro, meist in einem kleinen Team mit Apothekern und PTA. Arbeit am Samstag ist in vielen Apotheken üblich.

Aktuelle Ausbildungsplätze als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r

Pharmazeutisch Kaufmännische Angestellte Azubi 2027 m/w/d

Burkhard Sieper Pestalozzi-Apotheke · Start 1. Sep. 2027

Vergütung: 876 € / 927 € / 979 € je Lehrjahr

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

111 passende Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Stand dieses Aufrufs. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur, nicht über uns.

Wo es Ausbildungsplätze gibt

Memmingen 4 Leipzig 3

Die Ausbildung

Die Ausbildung ist dual und dauert laut Ausbildungsordnung drei Jahre. Sie lernen in der Apotheke und an der Berufsschule. Zu Beginn stehen Warensortiment, Lagerhaltung und Warenannahme im Vordergrund. Danach folgen Bestellwesen, Verkauf, Kundenkommunikation und Grundlagen zu Arzneimitteln und ihrer Lagerung. Später kommen Rezeptabrechnung, Kalkulation, Marketing und kaufmännische Steuerung hinzu. Etwa in der Mitte der Ausbildung gibt es eine Zwischenprüfung, am Ende die Abschlussprüfung, die von der zuständigen Apothekerkammer abgenommen wird.

Voraussetzungen

Gesetzlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Apotheken stellen bevorzugt Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein. Wichtig sind Sorgfalt, weil Verwechslungen bei Arzneimitteln ernste Folgen haben können, sowie ein gutes Gedächtnis für Produktnamen. Sie sollten gern mit Zahlen und am Computer arbeiten, freundlich mit Menschen umgehen und auch bei vollem Laden den Überblick behalten.

Hilfreiche Schulfächer: Mathematik, Deutsch, Chemie, Biologie, Wirtschaft

Passt der Beruf zu Ihnen?

  • wenn Sie gern Ordnung halten und genau arbeiten
  • wenn Sie sich für Gesundheit und Arzneimittel interessieren, aber lieber kaufmännisch arbeiten
  • Sie gehen offen auf Kundschaft zu und erklären Produkte gern
  • Sie arbeiten sicher mit Zahlen und Computerprogrammen

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung können Sie sich etwa zum Handelsfachwirt oder Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen weiterbilden und Leitungsaufgaben im Einkauf oder in der Warenwirtschaft übernehmen. Spezialisierungen sind zum Beispiel Kosmetik, Ernährung oder Apothekenmarketing. Wer pharmazeutisch arbeiten möchte, kann die Ausbildung zur PTA anschließen. Mit Hochschulreife ist ein Studium möglich, etwa Betriebswirtschaft, Gesundheitsmanagement oder Pharmazie.

Worauf es in diesem Beruf ankommt

Überstunden sind in der Ausbildung die Ausnahme. Für Volljährige müssen sie gesondert vergütet oder mit Freizeit ausgeglichen werden, für Jugendliche unter 18 sind sie nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz grundsätzlich unzulässig. Wer regelmäßig länger bleibt, sollte die Zeiten dokumentieren.

Ein häufiger Irrtum betrifft die Berufsschulnoten: Sie fließen nicht in das Kammerzeugnis ein. Berufsschulzeugnis und Prüfungszeugnis sind zwei getrennte Dokumente. Für die Bewerbung nach der Ausbildung zählen beide, für das Bestehen der Abschlussprüfung nur die Prüfungsleistung.

Ausbildungsbetriebe müssen fachlich und persönlich geeignet sein und über einen Ausbilder mit Nachweis nach der Ausbilder-Eignungsverordnung verfügen. Die zuständige Kammer prüft das, bevor sie einen Vertrag einträgt. Wer also einen eingetragenen Vertrag hat, ist in einem geprüften Betrieb.

Die Ausbildungsvergütung steigt in jedem Lehrjahr, das schreibt das Gesetz vor. Was viele übersehen: Auch die Sozialabgaben steigen mit, das Netto wächst also langsamer als das Brutto. Erst oberhalb des Grundfreibetrags kommt zusätzlich Lohnsteuer dazu, was bei den meisten Ausbildungsvergütungen nicht der Fall ist.

Die Probezeit in der Ausbildung beträgt nach § 20 BBiG mindestens einen und höchstens vier Monate. In dieser Zeit können beide Seiten fristlos kündigen, ohne Gründe zu nennen. Danach können Auszubildende mit vier Wochen Frist kündigen, der Betrieb praktisch nur noch aus wichtigem Grund.

Häufige Fragen

Wie viele Ausbildungsplätze als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r gibt es?

Aktuell sind 112 Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben. Die Zahl schwankt im Jahresverlauf stark; die meisten Stellen werden zwischen Herbst und Frühjahr veröffentlicht.

Was verdient man in der Ausbildung als Pharmazeutisch-kaufmännische/r Angestellte/r?

Der Median liegt bei 876 € im ersten Lehrjahr, 1.112 € im zweiten und 1.170 € im dritten. Grundlage sind 11 ausgewertete Stellenanzeigen. Tarifgebundene Betriebe zahlen meist mehr.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die meisten dualen Ausbildungen dauern zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die genaue Dauer legt die jeweilige Ausbildungsordnung fest.

Dürfen Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte Medikamente verkaufen?

Die Abgabe und Beratung zu apothekenpflichtigen und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist Apothekern und PTA vorbehalten. Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte verkaufen und beraten vor allem zum übrigen Sortiment, zum Beispiel Kosmetik, Pflegeprodukte oder Nahrungsergänzung. Mit Arzneimitteln haben Sie trotzdem täglich zu tun, etwa bei Bestellung, Lagerung und Abrechnung.

Was ist der Unterschied zur Ausbildung als Drogist?

Drogisten arbeiten meist in Drogerien und verkaufen ein breites Sortiment an Drogeriewaren. Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte arbeiten überwiegend in Apotheken und übernehmen dort Warenwirtschaft, Rezeptabrechnung und Verwaltung. Der Bezug zu Arzneimitteln und den Regeln des Apothekenbetriebs ist bei ihnen deutlich enger.

Muss ich gut in Chemie sein?

Sie brauchen kein Chemie-Experte zu sein, denn der Schwerpunkt der Ausbildung ist kaufmännisch. Grundwissen in Chemie und Biologie hilft aber, Arzneiformen, Wirkstoffe und Lagerbedingungen zu verstehen. Diese Kenntnisse werden in der Berufsschule vermittelt.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Für die duale Ausbildung ist gesetzlich kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe je nach Beruf einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss. Ein Praktikum wiegt in vielen Berufen schwerer als die Noten.

Kann ich mich hier bewerben?

Nein. Wir sind ein Portal, kein Vermittler. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, zu der jede Stelle oben verlinkt ist.

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Quellen und Datenstand

Was Sie oben an Stellen sehen, kommt direkt aus der offiziellen Jobbörse der Bundesagentur und wird nicht bei uns zwischengelagert. Die Vergütungsangaben sind Medianwerte aus den Angaben der Betriebe in ihren Stellenanzeigen; die Zahl der ausgewerteten Anzeigen steht jeweils dabei. Stand der Auswertung: September 2026.

Ausbildungsplatz.net ist weder eine Behörde noch ein Vermittler. Bewerbungen laufen immer direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur für Arbeit. Methodik und Grenzen · Quellen