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Leder- und Pelzherstellung

Ausbildung als Sattler/in - Fahrzeugsattlerei

Aktuell 23 Stellen für Sattler/in - Fahrzeugsattlerei. Die Stellen kommen live aus der Jobbörse der Bundesagentur, die Vergütungsangaben aus der Auswertung echter Ausschreibungen.

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Freie Ausbildungsplätze als Sattler/in - Fahrzeugsattlerei

Ausbildung zum Sattler (m/w/d) Fachrichtung Fahrzeugsattlerei – Start: 1.9.2027

Bürstner GmbH & Co. KG · Kehl, Stuttgart · seit 2. Nov. 2026

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Was macht man als Sattler/in - Fahrzeugsattlerei?

Sattler in der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei beziehen und polstern Sitze, verkleiden Innenräume und fertigen Verdecke und Planen für Fahrzeuge. Sie arbeiten an Autos, Wohnmobilen, Booten, Lkw oder Oldtimern und verarbeiten Leder, Kunstleder, Stoffe und Schaumstoffe. Gebraucht werden sie für Neuanfertigungen, Reparaturen und Restaurierungen.

Typische Aufgaben

  • Alte Bezüge und Polster ausbauen, prüfen und Schäden beurteilen
  • Schnittmuster erstellen und Leder, Stoffe oder Kunststoffe zuschneiden
  • Teile an Industrienähmaschinen zusammennähen, auch mit Ziernähten
  • Sitze mit Schaumstoff aufpolstern und neu beziehen
  • Dachhimmel, Türverkleidungen und Armaturenbretter beziehen
  • Cabrioverdecke, Lkw-Planen oder Bootspersenninge anfertigen und montieren
  • Mit Kunden Materialien, Farben und Ausführung absprechen

Wo man arbeitet

Sie arbeiten meist in handwerklichen Fahrzeugsattlereien, bei Herstellern und Zulieferern von Fahrzeuginnenausstattung, im Wohnmobil- und Caravanbau, in Bootswerften oder bei Planenherstellern. Auch Werkstätten für Oldtimerrestaurierung beschäftigen Fahrzeugsattler. Die Arbeit findet überwiegend drinnen in der Werkstatt statt, die Montage manchmal direkt am Fahrzeug. Man arbeitet oft allein an einem Auftrag und stimmt sich im Team ab. In der Industrie ist Schichtarbeit möglich.

Aktuelle Ausbildungsplätze als Sattler/in - Fahrzeugsattlerei

23 passende Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Stand dieses Aufrufs. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur, nicht über uns.

Die Ausbildung

Die Ausbildung zum Sattler ist dual und dauert laut Ausbildungsordnung drei Jahre. Sie lernen im Betrieb und in der Berufsschule, teilweise ergänzt durch überbetriebliche Lehrgänge. Am Anfang stehen Materialkunde, Zuschneiden, Nähen von Hand und an der Maschine sowie das Pflegen der Werkzeuge. Später kommen die Inhalte der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei dazu: Polstern und Beziehen von Sitzen, Innenverkleidungen, Verdecke und Planen, Aus- und Einbau am Fahrzeug. Während der Ausbildung gibt es eine Zwischenprüfung, am Ende eine Gesellenprüfung mit praktischem und schriftlichem Teil.

Voraussetzungen

Gesetzlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben, in der Praxis stellen Betriebe meist Bewerber mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Schulabschluss ein. Wichtig sind Fingerfertigkeit, ein gutes Auge für Formen und saubere Nähte sowie räumliches Vorstellungsvermögen. Beim Zuschnitt brauchen Sie Genauigkeit und Grundkenntnisse im Rechnen. Sie sollten gern mit den Händen arbeiten und Interesse an Fahrzeugen und Materialien haben. Manche Arbeiten erfordern Kraft und Arbeiten in gebückter Haltung.

Hilfreiche Schulfächer: Werken/Technik, Mathematik, Kunst, Physik

Passt der Beruf zu Ihnen?

  • wenn Sie gern mit Leder, Stoffen und Nähmaschinen arbeiten
  • wenn Sie sich für Autos, Boote oder Oldtimer interessieren
  • Sie arbeiten sorgfältig und haben Geduld für genaue Nähte
  • Sie sehen gern am Ende, was Sie mit den Händen geschaffen haben

Nach der Ausbildung

Nach der Gesellenprüfung können Sie die Meisterprüfung im Sattlerhandwerk ablegen und damit einen eigenen Betrieb führen oder Lehrlinge ausbilden. Weitere Wege sind der Gestalter im Handwerk oder der Betriebswirt nach der Handwerksordnung. Mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung ist ein Studium möglich, etwa im Produktdesign oder in der Fahrzeugtechnik. Spezialisieren können Sie sich zum Beispiel auf Oldtimerrestaurierung, Bootsausstattung, Cabrioverdecke oder Innenausstattung für Wohnmobile.

Gut zu wissen

Ein häufiger Irrtum betrifft die Berufsschulnoten: Sie fließen nicht in das Kammerzeugnis ein. Berufsschulzeugnis und Prüfungszeugnis sind zwei getrennte Dokumente. Für die Bewerbung nach der Ausbildung zählen beide, für das Bestehen der Abschlussprüfung nur die Prüfungsleistung.

Die Probezeit in der Ausbildung beträgt nach § 20 BBiG mindestens einen und höchstens vier Monate. In dieser Zeit können beide Seiten fristlos kündigen, ohne Gründe zu nennen. Danach können Auszubildende mit vier Wochen Frist kündigen, der Betrieb praktisch nur noch aus wichtigem Grund.

Ausbildungsbetriebe sind verpflichtet, alles zu vermitteln, was im Ausbildungsrahmenplan steht. Wer über Monate nur Hilfstätigkeiten macht, kann sich an den Ausbildungsberater der zuständigen Kammer wenden. Das ist kostenlos und vertraulich, und es ist der wirksamere Weg als eine Kündigung.

Wer während der Ausbildung nicht zu Hause wohnen kann, hat unter Umständen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe nach § 56 SGB III. Sie wird nicht zurückgezahlt und deckt Miete, Fahrtkosten und Lernmittel anteilig ab. Der Antrag läuft über die Agentur für Arbeit und sollte vor Ausbildungsbeginn gestellt werden.

Die Ausbildungsvergütung ist seit 2020 nicht mehr frei verhandelbar. Nach § 17 Berufsbildungsgesetz muss sie angemessen sein, und es gilt eine gesetzliche Mindestvergütung, die jährlich steigt. Betriebe mit Tarifbindung zahlen fast immer darüber.

Häufige Fragen

Wie viele Ausbildungsplätze als Sattler/in - Fahrzeugsattlerei gibt es?

Aktuell sind 23 Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben. Die Zahl schwankt im Jahresverlauf stark; die meisten Stellen werden zwischen Herbst und Frühjahr veröffentlicht.

Was verdient man in der Ausbildung als Sattler/in - Fahrzeugsattlerei?

Für diesen Beruf liegen uns derzeit zu wenige Angaben aus Stellenanzeigen vor, um einen belastbaren Median zu nennen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die meisten dualen Ausbildungen dauern zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die genaue Dauer legt die jeweilige Ausbildungsordnung fest.

Was ist der Unterschied zu den anderen Fachrichtungen im Sattlerberuf?

Der Sattlerberuf hat neben der Fahrzeugsattlerei noch die Fachrichtungen Reitsportsattlerei und Feintäschnerei. In der Fahrzeugsattlerei geht es um Sitze, Innenausstattung, Verdecke und Planen für Fahrzeuge. Die Fachrichtung legen Sie mit dem Ausbildungsvertrag fest.

Arbeite ich nur mit Leder?

Nein. Neben Leder verarbeiten Sie Kunstleder, Alcantara, Polsterstoffe, Schaumstoffe, Verdeckstoffe und beschichtete Planengewebe. Dazu kommen Kleber, Klammern und Befestigungsteile für den Einbau am Fahrzeug.

Muss ich mich mit Fahrzeugtechnik auskennen?

Vorkenntnisse sind nicht nötig. Sie lernen in der Ausbildung, Sitze, Verkleidungen und Verdecke aus- und einzubauen. Dabei kommen Sie auch mit Sitzheizungen, Airbags in Sitzen oder Verdeckmechaniken in Berührung und lernen, damit sicher umzugehen.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Für die duale Ausbildung ist gesetzlich kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe je nach Beruf einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss. Ein Praktikum wiegt in vielen Berufen schwerer als die Noten.

Kann ich mich hier bewerben?

Nein. Wir sind ein Portal, kein Vermittler. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, zu der jede Stelle oben verlinkt ist.

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Woher diese Angaben stammen

Die Stellenliste wird live über die Schnittstelle der Bundesagentur für Arbeit erzeugt; gespeicherte Kopien fremder Anzeigen gibt es hier nicht. Für die Vergütung werten wir aus, was Betriebe selbst in ihren Anzeigen angeben, und bilden daraus den Median je Lehrjahr. Stand der Auswertung: September 2026.

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