Zum Inhalt
Ausbildungsplatz.net

Metallerzeugung

Ausbildung als Gießereimechaniker/in

Ausbildung als Gießereimechaniker/in: 138 Stellen offen, dazu die Zahlen zu Verdienst und Dauer und eine Übersicht, wo die Ausbildungsbetriebe sitzen.

138offene Stellen
1.223 €1. Lehrjahr (Median)
1Städte mit Angeboten

Freie Ausbildungsplätze als Gießereimechaniker/in

Ausbildung Gießereimechaniker (m/w/d) 2027

KNDS Deutschland Tracks GmbH · Remscheid · seit 22. Okt. 2026

Jetzt bewerben

Was verdient man als Gießereimechaniker/in?

LehrjahrVergütung brutto (Median)Netto (ca.)
1. Lehrjahr1.223 €966 €
2. Lehrjahr1.278 €1.010 €
3. Lehrjahr1.337 €1.056 €

Die Werte sind Medianwerte aus 13 ausgewerteten Stellenanzeigen für diesen Beruf. Im Vergleich aller 292 Berufe mit Vergütungsangabe liegt Gießereimechaniker/in auf Rang 94. Der Median über alle Berufe liegt bei 1.128 € im ersten Lehrjahr, dieser Beruf darüber.

Netto gerechnet mit rund 21 Prozent Sozialabgaben, ohne Lohnsteuer, da die meisten Ausbildungsvergütungen unter dem Grundfreibetrag liegen. Genauer mit dem Vergütungsrechner.

Was macht man als Gießereimechaniker/in?

Gießereimechaniker/innen stellen Bauteile aus Metall her, indem sie flüssiges Metall in Formen gießen. So entstehen zum Beispiel Motorblöcke, Pumpengehäuse, Bremsscheiben oder Armaturen. Anders als bei der Stahlerzeugung oder beim Walzen und Schmieden geht es hier um das fertige Gussteil in seiner endgültigen Form.

Typische Aufgaben

  • Gießformen und Kerne aus Formsand oder anderen Formstoffen herstellen
  • Dauerformen und Kokillen vorbereiten, reinigen und in Maschinen einbauen
  • Metall schmelzen, Legierungen zusammenstellen und die Schmelze prüfen
  • Flüssiges Metall von Hand oder mit Gießanlagen in die Formen gießen
  • Druckgieß- und Formmaschinen einrichten, bedienen und überwachen
  • Gussteile ausformen, entgraten, putzen und auf Fehler prüfen
  • Maße und Werkstoffeigenschaften messen und die Ergebnisse dokumentieren

Wo man arbeitet

Sie arbeiten in Eisen-, Stahl- und Leichtmetallgießereien, in Druckgießereien sowie in Gießereiabteilungen von Unternehmen aus Fahrzeugbau und Maschinenbau. Die Arbeit findet in Produktionshallen statt, oft bei Hitze, Lärm und Staub, daher gehört Schutzkleidung dazu. Sie arbeiten meist im Team mit Kolleginnen und Kollegen an Öfen, Form- und Gießanlagen. In vielen Gießereien laufen die Anlagen rund um die Uhr, deshalb ist Schichtarbeit üblich.

Aktuelle Ausbildungsplätze als Gießereimechaniker/in

Große Maschinen, Feuer & Metall - Der Gießerei Mechaniker 2026 (m/w/d)

GSF - Gießerei Staßfurt GmbH · Start 1. Aug. 2027

Vergütung: 900 € / 1.000 € / 1.100 € je Lehrjahr

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

Ausbildung zum Gießereimechaniker - Fachrichtung Handformguss (m/w/d)

Silbitz Guss GmbH · Start 1. Aug. 2027

Vergütung: 1.225 € / 1.278 € / 1.332 € je Lehrjahr

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

Gießereimechaniker (m/w/d) 2027

Novelis Deutschland GmbH Werk Nachterstedt · Start 1. Sep. 2027

Vergütung: 1.271 € / 1.338 € / 1.437 € je Lehrjahr

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

138 passende Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Stand dieses Aufrufs. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur, nicht über uns.

Wo es Ausbildungsplätze gibt

Radevormwald 3

Die Ausbildung

Die Ausbildung ist dual und dauert dreieinhalb Jahre. Sie lernen im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Am Anfang stehen Grundlagen der Metallbearbeitung, Werkstoffkunde, Arbeitssicherheit und das Herstellen einfacher Formen und Kerne. Danach lernen Sie Schmelzen, Gießen und das Bedienen von Form- und Gießanlagen. Je nach Betrieb liegt ein Schwerpunkt etwa auf Handformguss, Maschinenformguss oder Druck- und Kokillenguss. Später kommen Qualitätsprüfung, Prozessüberwachung und Instandhaltung dazu. Die Abschlussprüfung findet in zwei Teilen vor der Industrie- und Handelskammer statt.

Voraussetzungen

Gesetzlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe meist Bewerberinnen und Bewerber mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Schulabschluss ein. Wichtig sind handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und Sorgfalt, denn kleine Fehler in der Form führen zu Ausschuss. Sie sollten körperlich belastbar sein, mit Hitze umgehen können und Sicherheitsregeln konsequent einhalten. Interesse an Werkstoffen und Maschinen hilft.

Hilfreiche Schulfächer: Mathematik, Physik, Chemie, Technik, Werken

Passt der Beruf zu Ihnen?

  • wenn Sie gern mit den Händen arbeiten und am Ende ein greifbares Bauteil sehen wollen
  • Sie haben keine Scheu vor Hitze, Lärm und körperlicher Arbeit
  • wenn Sie wissen wollen, wie aus flüssigem Metall ein präzises Werkstück wird
  • Sie arbeiten sorgfältig und halten sich an Sicherheitsvorschriften
  • wenn Ihnen Schichtarbeit im Team nichts ausmacht

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung können Sie sich auf bestimmte Gießverfahren, Werkstoffe oder die Qualitätssicherung spezialisieren, etwa als Fachkraft für Werkstoffprüfung oder Anlagenführung. Mit Berufserfahrung ist die Weiterbildung zum Industriemeister bzw. zur Industriemeisterin Fachrichtung Gießerei möglich. Auch der Techniker bzw. die Technikerin für Gießereitechnik oder Werkstofftechnik ist ein üblicher Weg. Mit Hochschulreife oder beruflicher Qualifikation können Sie ein Studium etwa in Gießereitechnik, Werkstofftechnik oder Maschinenbau aufnehmen.

Was Sie vor der Bewerbung wissen sollten

Ein häufiger Irrtum betrifft die Berufsschulnoten: Sie fließen nicht in das Kammerzeugnis ein. Berufsschulzeugnis und Prüfungszeugnis sind zwei getrennte Dokumente. Für die Bewerbung nach der Ausbildung zählen beide, für das Bestehen der Abschlussprüfung nur die Prüfungsleistung.

Ein Blick auf die Vergütung allein greift zu kurz. Entscheidend ist auch, ob der Betrieb übernimmt: Wer nach der Ausbildung bleiben kann, spart sich den Bewerbungsprozess und startet mit Betriebswissen, das Quereinsteiger erst aufbauen müssen. Fragen Sie im Vorstellungsgespräch nach der Übernahmequote der letzten Jahrgänge.

Wer zwischen zwei ähnlichen Berufen schwankt, sollte auf die Ausbildungsordnung schauen statt auf die Berufsbezeichnung. Viele verwandte Berufe teilen sich das erste Ausbildungsjahr komplett; ein Wechsel danach ist mit Anrechnung möglich und kostet kein Jahr.

Die Zahl der offenen Stellen sagt wenig über die Qualität der Ausbildung im einzelnen Betrieb. Aussagekräftiger sind die Übernahmequote, die Zahl der Auszubildenden im Verhältnis zur Belegschaft und die Frage, ob es einen festen Ansprechpartner gibt. Danach kann man im Vorstellungsgespräch fragen.

Die Probezeit in der Ausbildung beträgt nach § 20 BBiG mindestens einen und höchstens vier Monate. In dieser Zeit können beide Seiten fristlos kündigen, ohne Gründe zu nennen. Danach können Auszubildende mit vier Wochen Frist kündigen, der Betrieb praktisch nur noch aus wichtigem Grund.

Häufige Fragen

Wie viele Ausbildungsplätze als Gießereimechaniker/in gibt es?

Aktuell sind 138 Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben. Die Zahl schwankt im Jahresverlauf stark; die meisten Stellen werden zwischen Herbst und Frühjahr veröffentlicht.

Was verdient man in der Ausbildung als Gießereimechaniker/in?

Der Median liegt bei 1.223 € im ersten Lehrjahr, 1.278 € im zweiten und 1.337 € im dritten. Grundlage sind 13 ausgewertete Stellenanzeigen. Tarifgebundene Betriebe zahlen meist mehr.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die meisten dualen Ausbildungen dauern zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die genaue Dauer legt die jeweilige Ausbildungsordnung fest.

Wie gefährlich ist die Arbeit mit flüssigem Metall?

Flüssiges Metall ist sehr heiß, deshalb gibt es strenge Sicherheitsregeln. Sie tragen hitzebeständige Schutzkleidung, Schutzbrille oder Visier und Sicherheitsschuhe. Den sicheren Umgang mit Schmelzen und Anlagen lernen Sie Schritt für Schritt in der Ausbildung.

Was ist der Unterschied zu Verfahrenstechnologen Metall?

Verfahrenstechnologen Metall erzeugen Stahl und Metalle oder formen sie durch Walzen, Schmieden oder Ziehen um. Gießereimechaniker/innen stellen dagegen fertige Bauteile her, indem sie Metall in Formen gießen. Der Schwerpunkt liegt bei Ihnen also auf Formenbau, Gießen und Nachbearbeitung.

Arbeitet man eher von Hand oder an Maschinen?

Das hängt vom Betrieb ab. In kleineren Gießereien mit Einzelstücken formen und gießen Sie viel von Hand. In der Serienfertigung, etwa für die Autoindustrie, richten Sie vor allem automatische Form- und Druckgießanlagen ein und überwachen sie.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Für die duale Ausbildung ist gesetzlich kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe je nach Beruf einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss. Ein Praktikum wiegt in vielen Berufen schwerer als die Noten.

Kann ich mich hier bewerben?

Nein. Wir sind ein Portal, kein Vermittler. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, zu der jede Stelle oben verlinkt ist.

Ähnliche Ausbildungsberufe

Kostenlos · ohne Konto

Ihr persönlicher Ausbildungs-Report

Sie bekommen per E-Mail: freie Plätze in Ihrem Wunschberuf und Ihrer Region, die übliche Vergütung je Lehrjahr, Ihr Bewerbungsfenster und die nächsten Schritte. Dauert eine Minute.

Mindestalter 16 Jahre. Wir verkaufen keine Daten ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung und melden Sie zu keinem Newsletter an. Datenschutz

Passende Rechner

Datenherkunft

Alle Stellenangebote stammen aus der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit und werden bei jedem Seitenaufruf frisch abgefragt. Was ein Beruf zahlt, rechnen wir aus den Angaben der Betriebe selbst; wo zu wenige Angaben vorliegen, zeigen wir keinen Wert. Stand der Auswertung: September 2026.

Ausbildungsplatz.net ist weder eine Behörde noch ein Vermittler. Bewerbungen laufen immer direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur für Arbeit. Methodik und Grenzen · Quellen