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Metallerzeugung

Ausbildung als Verfahrenstechnologe/-technologin Metall - Eisen- und Stahlmetallurgie

31 Stellen für den Beruf Verfahrenstechnologe/-technologin Metall - Eisen- und Stahlmetallurgie sind derzeit ausgeschrieben. Der Beruf zählt zum Feld Metallerzeugung. Alle Angaben auf dieser Seite stammen aus offiziellen Quellen.

31offene Stellen
1.226 €1. Lehrjahr (Median)
2Städte mit Angeboten

Was verdient man als Verfahrenstechnologe/-technologin Metall - Eisen- und Stahlmetallurgie?

LehrjahrVergütung brutto (Median)Netto (ca.)
1. Lehrjahr1.226 €969 €
2. Lehrjahr1.288 €1.018 €
3. Lehrjahr1.350 €1.067 €

Die Werte sind Medianwerte aus 5 ausgewerteten Stellenanzeigen für diesen Beruf. Im Vergleich aller 292 Berufe mit Vergütungsangabe liegt Verfahrenstechnologe/-technologin Metall - Eisen- und Stahlmetallurgie auf Rang 89. Der Median über alle Berufe liegt bei 1.128 € im ersten Lehrjahr, dieser Beruf darüber.

Netto gerechnet mit rund 21 Prozent Sozialabgaben, ohne Lohnsteuer, da die meisten Ausbildungsvergütungen unter dem Grundfreibetrag liegen. Genauer mit dem Vergütungsrechner.

Was macht man als Verfahrenstechnologe/-technologin Metall - Eisen- und Stahlmetallurgie?

Als Verfahrenstechnologe/-technologin Metall in der Fachrichtung Eisen- und Stahlmetallurgie stellen Sie Roheisen und Stahl her. Sie bedienen und überwachen Hochöfen, Konverter, Elektrolichtbogenöfen und Gießanlagen. Aus Erz, Koks und Schrott entsteht so flüssiges Metall mit genau festgelegter Zusammensetzung, das später zu Blechen, Trägern oder Draht weiterverarbeitet wird.

Typische Aufgaben

  • Öfen und Anlagen vom Leitstand aus steuern und Prozessdaten wie Temperatur und Druck überwachen
  • Rohstoffe wie Erz, Koks, Schrott und Zuschläge bereitstellen und für die Schmelze zusammenstellen
  • Proben aus der Schmelze nehmen, Temperatur messen und Analyseergebnisse auswerten
  • Legierungsmittel berechnen und zugeben, damit der Stahl die geforderte Güte erreicht
  • Abstich und Gießen begleiten, etwa an der Pfanne oder an der Stranggießanlage
  • Feuerfeste Auskleidungen von Öfen und Pfannen prüfen und Verschleiß melden
  • Anlagen warten, Störungen eingrenzen und Arbeitsabläufe dokumentieren

Wo man arbeitet

Sie arbeiten in Hüttenwerken und Stahlwerken, zum Beispiel am Hochofen, im Oxygenstahlwerk, im Elektrostahlwerk oder an Stranggießanlagen. Ein Teil der Arbeit findet im klimatisierten Leitstand statt, ein anderer direkt an den Anlagen in großen Hallen mit Hitze, Lärm und Staub. Dort tragen Sie Schutzkleidung, Helm und Gesichtsschutz. Sie arbeiten eng im Schichtteam zusammen. Weil die Öfen rund um die Uhr laufen, ist Schichtarbeit im Wechsel üblich, auch an Wochenenden und Feiertagen.

Aktuelle Ausbildungsplätze als Verfahrenstechnologe/-technologin Metall - Eisen- und Stahlmetallurgie

Auszubildende zur Verfahrenstechnologin Metall, Fachrichtung Eisen- und Stahl-Metallurgie (w/d/m) 27

Kind & Co. Edelstahlwerk GmbH · Start 1. Sep. 2027

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

Ausbildung 2027 Verfahrenstechnologe Metall Eisen- und Stahlmetallurgie oder Stahlumformung (m/w/d)

Schmiedewerke Groeditz GmbH · Start 17. Aug. 2027

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

32 passende Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Stand dieses Aufrufs. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur, nicht über uns.

Wo es Ausbildungsplätze gibt

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Die Ausbildung

Die Ausbildung ist dual und dauert laut Ausbildungsordnung dreieinhalb Jahre. Sie lernen im Betrieb und in der Berufsschule. Zu Beginn stehen gemeinsame Grundlagen aller Fachrichtungen: Metallbearbeitung, Werkstoffkunde, Arbeitssicherheit und das Prüfen von Proben. Danach geht es um die Fachrichtung: Rohstoffe vorbereiten, Schmelzprozesse steuern, Stahl behandeln und vergießen, Anlagen instand halten. Die Abschlussprüfung ist gestreckt: Teil 1 findet etwa zur Mitte der Ausbildung statt, Teil 2 am Ende. Beide Teile fließen in das Gesamtergebnis ein.

Voraussetzungen

Gesetzlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe meist Bewerber mit Hauptschulabschluss oder mittlerem Abschluss ein. Wichtig sind Verständnis für Technik und Chemie, sicheres Rechnen etwa beim Berechnen von Zusätzen und Konzentration beim Überwachen von Anzeigen. Sie sollten Hitze und körperliche Arbeit vertragen, Sicherheitsregeln genau einhalten und im Notfall ruhig reagieren.

Hilfreiche Schulfächer: Chemie, Physik, Mathematik, Technik

Passt der Beruf zu Ihnen?

  • wenn Sie sehen wollen, wie aus Rohstoffen ein Werkstoff entsteht
  • Sie arbeiten gern mit großen Maschinen und Messtechnik
  • wenn Ihnen Hitze, Lärm und Schichtdienst nichts ausmachen
  • Sie behalten auch bei Störungen einen kühlen Kopf
  • wenn Sie Chemie lieber anwenden als nur lernen

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung können Sie sich auf bestimmte Anlagen spezialisieren, etwa auf Hochofen, Sekundärmetallurgie oder Stranggießen, und die Verantwortung für einen Leitstand übernehmen. Mit Berufserfahrung ist die Weiterbildung zum Industriemeister Metall möglich. Eine Fortbildung zum staatlich geprüften Techniker, zum Beispiel in den Bereichen Metallurgie oder Werkstofftechnik, bereitet auf Aufgaben in Prozessplanung und Qualitätssicherung vor. Mit Hochschulzugang kommt ein Studium der Metallurgie oder Werkstofftechnik infrage.

Was Sie vor der Bewerbung wissen sollten

Ausbildungsbetriebe sind verpflichtet, alles zu vermitteln, was im Ausbildungsrahmenplan steht. Wer über Monate nur Hilfstätigkeiten macht, kann sich an den Ausbildungsberater der zuständigen Kammer wenden. Das ist kostenlos und vertraulich, und es ist der wirksamere Weg als eine Kündigung.

Ein häufiger Irrtum betrifft die Berufsschulnoten: Sie fließen nicht in das Kammerzeugnis ein. Berufsschulzeugnis und Prüfungszeugnis sind zwei getrennte Dokumente. Für die Bewerbung nach der Ausbildung zählen beide, für das Bestehen der Abschlussprüfung nur die Prüfungsleistung.

Die Ausbildungsvergütung ist seit 2020 nicht mehr frei verhandelbar. Nach § 17 Berufsbildungsgesetz muss sie angemessen sein, und es gilt eine gesetzliche Mindestvergütung, die jährlich steigt. Betriebe mit Tarifbindung zahlen fast immer darüber.

Die Zahl der offenen Stellen sagt wenig über die Qualität der Ausbildung im einzelnen Betrieb. Aussagekräftiger sind die Übernahmequote, die Zahl der Auszubildenden im Verhältnis zur Belegschaft und die Frage, ob es einen festen Ansprechpartner gibt. Danach kann man im Vorstellungsgespräch fragen.

Die Zwischenprüfung nach etwa der Hälfte der Ausbildung zählt in vielen Berufen bereits zur Abschlussnote. Bei der gestreckten Abschlussprüfung, die immer mehr Berufe nutzen, macht Teil 1 je nach Beruf 20 bis 40 Prozent der Endnote aus. Wer sie als Generalprobe abtut, verschenkt Punkte, die sich später nicht mehr aufholen lassen.

Häufige Fragen

Wie viele Ausbildungsplätze als Verfahrenstechnologe/-technologin Metall - Eisen- und Stahlmetallurgie gibt es?

Aktuell sind 31 Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben. Die Zahl schwankt im Jahresverlauf stark; die meisten Stellen werden zwischen Herbst und Frühjahr veröffentlicht.

Was verdient man in der Ausbildung als Verfahrenstechnologe/-technologin Metall - Eisen- und Stahlmetallurgie?

Der Median liegt bei 1.226 € im ersten Lehrjahr, 1.288 € im zweiten und 1.350 € im dritten. Grundlage sind 5 ausgewertete Stellenanzeigen. Tarifgebundene Betriebe zahlen meist mehr.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die meisten dualen Ausbildungen dauern zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die genaue Dauer legt die jeweilige Ausbildungsordnung fest.

Worin unterscheidet sich diese Fachrichtung von der Stahlumformung?

In der Eisen- und Stahlmetallurgie erzeugen Sie das Metall selbst, also Roheisen und flüssigen Stahl bis zum Vergießen. In der Stahlumformung wird der fertige Stahl danach gewalzt, geschmiedet oder gezogen. Ihr Schwerpunkt liegt also auf Schmelze, Zusammensetzung und Gießen.

Ist die Arbeit am Hochofen gefährlich?

Sie arbeiten mit flüssigem Metall, großer Hitze und Gasen, deshalb gelten strenge Sicherheitsregeln. Schutzkleidung, Gaswarngeräte und feste Abläufe gehören zum Alltag. Viele Tätigkeiten werden heute aus dem Leitstand gesteuert. Arbeitssicherheit ist von Anfang an fester Teil der Ausbildung.

Muss ich in Chemie besonders gut sein?

Ein Grundverständnis hilft, weil Sie mit Reaktionen in der Schmelze und mit Analysewerten arbeiten. Sehr gute Noten sind aber nicht entscheidend. Wichtiger ist, dass Sie Zusammenhänge verstehen wollen und sorgfältig rechnen. Das nötige Fachwissen lernen Sie in Betrieb und Berufsschule.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Für die duale Ausbildung ist gesetzlich kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe je nach Beruf einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss. Ein Praktikum wiegt in vielen Berufen schwerer als die Noten.

Kann ich mich hier bewerben?

Nein. Wir sind ein Portal, kein Vermittler. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, zu der jede Stelle oben verlinkt ist.

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Wie diese Seite entsteht

Die offenen Stellen werden bei jedem Aufruf live aus der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit geladen und nicht dauerhaft gespeichert. Vergütungszahlen entstehen aus der Auswertung echter Ausschreibungen, nicht aus Tariftabellen; die Fallzahl nennen wir dazu. Stand der Auswertung: September 2026.

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