Zum Inhalt
Ausbildungsplatz.net

Physik

Ausbildung als Werkstoffprüfer/in - Kunststofftechnik

Aktuell 21 Stellen für Werkstoffprüfer/in - Kunststofftechnik. Die Stellen kommen live aus der Jobbörse der Bundesagentur, die Vergütungsangaben aus der Auswertung echter Ausschreibungen.

21offene Stellen
0Städte mit Angeboten

Was macht man als Werkstoffprüfer/in - Kunststofftechnik?

Werkstoffprüfer der Fachrichtung Kunststofftechnik untersuchen Kunststoffe, Kunststoffteile und Verbundwerkstoffe auf ihre Eigenschaften. Sie prüfen, wie fest, zäh, hitzebeständig oder alterungsbeständig ein Material ist. So stellen sie sicher, dass etwa Rohre, Fahrzeugteile oder Verpackungen den Anforderungen entsprechen und keine fehlerhaften Teile ausgeliefert werden.

Typische Aufgaben

  • Proben aus Granulat oder fertigen Bauteilen entnehmen und Probekörper durch Spritzgießen, Pressen, Sägen oder Fräsen herstellen
  • Zug-, Biege- und Schlagversuche an Prüfmaschinen durchführen und die Ergebnisse auswerten
  • Härte, Dichte, Feuchtegehalt und Fließverhalten von Kunststoffschmelzen bestimmen
  • Thermische Analysen durchführen, etwa um Schmelz- oder Erweichungstemperaturen zu ermitteln
  • Bruchflächen und Gefüge unter dem Mikroskop untersuchen, um Ursachen für Schäden zu finden
  • Prüfgeräte einrichten, warten und kalibrieren
  • Messwerte dokumentieren, mit Normen vergleichen und Prüfberichte schreiben

Wo man arbeitet

Sie arbeiten in Prüflaboren von Kunststoffherstellern und kunststoffverarbeitenden Betrieben, bei Zulieferern der Fahrzeug- und Elektroindustrie, in der chemischen Industrie sowie bei Prüfinstituten und Materialprüfanstalten. Die Arbeit findet fast immer drinnen statt, im Labor oder in der Qualitätssicherung nahe der Produktion. Meist arbeiten Sie im Team mit Technikern und Ingenieuren, führen Prüfungen aber oft eigenständig durch. In Betrieben mit durchgehender Produktion ist Schichtarbeit möglich.

Aktuelle Ausbildungsplätze als Werkstoffprüfer/in - Kunststofftechnik

Ausbildung zum Werkstoffprüfer–Kunststofftechnik ab September - Praktikum möglich

DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA · Start 1. Sep. 2027

Vergütung: 1.176 € / 1.249 € / 1.318 € je Lehrjahr

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

Werkstoffprüfer - Kunststofftechnik (m/w/d) - Ausbildungsjahr 2027/2028

Amiblu Germany GmbH · Start 23. Aug. 2027

Vergütung: 950 € / 1.050 € / 1.220 € je Lehrjahr

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

Ausbildung 2027 Werkstoffprüfer/in - Fachrichtung Kunststofftechnik (m/w/d) - Praktikum möglich

ALLOD Werkstoff GmbH & Co. KG · Start 1. Sep. 2027

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

21 passende Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Stand dieses Aufrufs. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur, nicht über uns.

Die Ausbildung

Die Ausbildung ist dual und dauert laut Ausbildungsordnung dreieinhalb Jahre. Sie lernen im Ausbildungsbetrieb und an der Berufsschule. In der ersten Zeit stehen Grundlagen im Vordergrund: Werkstoffkunde, Arbeitssicherheit, Messtechnik und das Bearbeiten von Proben. Danach folgen die fachrichtungsspezifischen Inhalte, also mechanische, thermische und physikalische Prüfverfahren an Kunststoffen, Mikroskopie, Schadensanalyse und die Bewertung nach Normen. Die Abschlussprüfung ist gestreckt: Teil 1 findet etwa in der Mitte der Ausbildung statt, Teil 2 am Ende.

Voraussetzungen

Gesetzlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe meist Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein, teils auch mit Abitur. Wichtig sind Interesse an Physik und Chemie, sicherer Umgang mit Zahlen und Formeln sowie sorgfältiges und genaues Arbeiten. Sie sollten geduldig Messreihen durchführen können, gerne mit Geräten und Computern arbeiten und Ergebnisse sauber dokumentieren. Geschick beim Herstellen von Proben hilft ebenfalls.

Hilfreiche Schulfächer: Physik, Chemie, Mathematik, Informatik, Deutsch

Passt der Beruf zu Ihnen?

  • wenn Sie wissen wollen, warum ein Material bricht oder sich verformt
  • Sie arbeiten gerne genau und lassen sich bei Messreihen nicht aus der Ruhe bringen
  • wenn Ihnen Physik und Chemie in der Schule liegen
  • Sie arbeiten lieber im Labor als auf einer Baustelle oder im Verkauf
  • wenn Sie gerne mit Prüfmaschinen und Messsoftware umgehen

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung können Sie sich auf bestimmte Prüfverfahren spezialisieren, etwa auf thermische Analyse, Bauteilprüfung oder zerstörungsfreie Prüfverfahren, für die es eigene Qualifizierungen gibt. Eine Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker, etwa in Kunststofftechnik oder Werkstofftechnik, bereitet auf Leitungsaufgaben im Labor vor. Auch eine Fortbildung zum Industriemeister ist möglich. Mit Hochschulzugangsberechtigung kommt ein Studium wie Kunststofftechnik, Werkstofftechnik oder Materialwissenschaft in Frage.

Rechtliches und Praktisches

Die Ausbildungsvergütung ist seit 2020 nicht mehr frei verhandelbar. Nach § 17 Berufsbildungsgesetz muss sie angemessen sein, und es gilt eine gesetzliche Mindestvergütung, die jährlich steigt. Betriebe mit Tarifbindung zahlen fast immer darüber.

Die Zahl der offenen Stellen sagt wenig über die Qualität der Ausbildung im einzelnen Betrieb. Aussagekräftiger sind die Übernahmequote, die Zahl der Auszubildenden im Verhältnis zur Belegschaft und die Frage, ob es einen festen Ansprechpartner gibt. Danach kann man im Vorstellungsgespräch fragen.

Die Zwischenprüfung nach etwa der Hälfte der Ausbildung zählt in vielen Berufen bereits zur Abschlussnote. Bei der gestreckten Abschlussprüfung, die immer mehr Berufe nutzen, macht Teil 1 je nach Beruf 20 bis 40 Prozent der Endnote aus. Wer sie als Generalprobe abtut, verschenkt Punkte, die sich später nicht mehr aufholen lassen.

Wer während der Ausbildung nicht zu Hause wohnen kann, hat unter Umständen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe nach § 56 SGB III. Sie wird nicht zurückgezahlt und deckt Miete, Fahrtkosten und Lernmittel anteilig ab. Der Antrag läuft über die Agentur für Arbeit und sollte vor Ausbildungsbeginn gestellt werden.

Überstunden sind in der Ausbildung die Ausnahme. Für Volljährige müssen sie gesondert vergütet oder mit Freizeit ausgeglichen werden, für Jugendliche unter 18 sind sie nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz grundsätzlich unzulässig. Wer regelmäßig länger bleibt, sollte die Zeiten dokumentieren.

Häufige Fragen

Wie viele Ausbildungsplätze als Werkstoffprüfer/in - Kunststofftechnik gibt es?

Aktuell sind 21 Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben. Die Zahl schwankt im Jahresverlauf stark; die meisten Stellen werden zwischen Herbst und Frühjahr veröffentlicht.

Was verdient man in der Ausbildung als Werkstoffprüfer/in - Kunststofftechnik?

Für diesen Beruf liegen uns derzeit zu wenige Angaben aus Stellenanzeigen vor, um einen belastbaren Median zu nennen. Es gilt die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung nach § 17 BBiG.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die meisten dualen Ausbildungen dauern zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die genaue Dauer legt die jeweilige Ausbildungsordnung fest.

Was ist der Unterschied zur Fachrichtung Metalltechnik?

Die Grundausbildung ist ähnlich, doch in der Kunststofftechnik prüfen Sie vor allem Polymere und Verbundwerkstoffe. Dazu gehören Verfahren wie die Bestimmung des Fließverhaltens der Schmelze oder thermische Analysen, die bei Metallen kaum eine Rolle spielen. Auch die Herstellung der Probekörper, etwa durch Spritzgießen, ist kunststofftypisch.

Arbeite ich mit gefährlichen Stoffen?

Teilweise ja, zum Beispiel mit Lösungsmitteln, Prüfchemikalien oder heißen Kunststoffschmelzen. Sie lernen in der Ausbildung, welche Schutzausrüstung nötig ist und wie Sie sicher mit diesen Stoffen umgehen. Bei Beachtung der Regeln ist die Arbeit im Labor gut beherrschbar.

Sitze ich viel am Computer?

Ein Teil der Arbeit findet am Rechner statt, denn viele Prüfmaschinen werden über Software gesteuert und die Messwerte digital ausgewertet. Dazu kommen Prüfberichte und Dokumentation. Den Großteil der Zeit verbringen Sie aber mit dem Vorbereiten von Proben, dem Bedienen der Geräte und dem Untersuchen von Materialien.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Für die duale Ausbildung ist gesetzlich kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe je nach Beruf einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss. Ein Praktikum wiegt in vielen Berufen schwerer als die Noten.

Kann ich mich hier bewerben?

Nein. Wir sind ein Portal, kein Vermittler. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, zu der jede Stelle oben verlinkt ist.

Ähnliche Ausbildungsberufe

Kostenlos · ohne Konto

Ihr persönlicher Ausbildungs-Report

Sie bekommen per E-Mail: freie Plätze in Ihrem Wunschberuf und Ihrer Region, die übliche Vergütung je Lehrjahr, Ihr Bewerbungsfenster und die nächsten Schritte. Dauert eine Minute.

Mindestalter 16 Jahre. Wir verkaufen keine Daten ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung und melden Sie zu keinem Newsletter an. Datenschutz

Passende Rechner

Woher diese Angaben stammen

Die Stellenliste wird live über die Schnittstelle der Bundesagentur für Arbeit erzeugt; gespeicherte Kopien fremder Anzeigen gibt es hier nicht. Für die Vergütung werten wir aus, was Betriebe selbst in ihren Anzeigen angeben, und bilden daraus den Median je Lehrjahr. Stand der Auswertung: September 2026.

Ausbildungsplatz.net ist weder eine Behörde noch ein Vermittler. Bewerbungen laufen immer direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur für Arbeit. Methodik und Grenzen · Quellen