Zum Inhalt
Ausbildungsplatz.net

Physik

Ausbildung als Werkstoffprüfer/in - Wärmebehandlungstechnik

Aktuell 24 Stellen für Werkstoffprüfer/in - Wärmebehandlungstechnik. Die Stellen kommen live aus der Jobbörse der Bundesagentur, die Vergütungsangaben aus der Auswertung echter Ausschreibungen.

24offene Stellen
1.176 €1. Lehrjahr (Median)
1Städte mit Angeboten

Was verdient man als Werkstoffprüfer/in - Wärmebehandlungstechnik?

LehrjahrVergütung brutto (Median)Netto (ca.)
1. Lehrjahr1.176 €929 €

Die Werte sind Medianwerte aus 5 ausgewerteten Stellenanzeigen für diesen Beruf. Im Vergleich aller 292 Berufe mit Vergütungsangabe liegt Werkstoffprüfer/in - Wärmebehandlungstechnik auf Rang 122. Der Median über alle Berufe liegt bei 1.128 € im ersten Lehrjahr, dieser Beruf darüber.

Netto gerechnet mit rund 21 Prozent Sozialabgaben, ohne Lohnsteuer, da die meisten Ausbildungsvergütungen unter dem Grundfreibetrag liegen. Genauer mit dem Vergütungsrechner.

Was macht man als Werkstoffprüfer/in - Wärmebehandlungstechnik?

Werkstoffprüfer in der Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik verändern die Eigenschaften von Metallteilen gezielt durch Erhitzen und Abkühlen. Sie härten, glühen oder vergüten Bauteile wie Zahnräder, Wellen oder Werkzeuge und prüfen danach, ob Härte und Gefüge den Vorgaben entsprechen. So sorgen sie dafür, dass Teile im Einsatz verschleißfest und belastbar sind.

Typische Aufgaben

  • Wärmebehandlungsöfen wie Kammer-, Durchlauf- oder Vakuumöfen einrichten, beschicken und überwachen
  • Verfahren wie Härten, Anlassen, Glühen, Einsatzhärten oder Nitrieren nach Vorgaben durchführen
  • Temperatur, Haltezeit, Abkühlung und Ofenatmosphäre einstellen und kontrollieren
  • Härte der Bauteile mit Prüfverfahren wie Vickers, Rockwell oder Brinell messen
  • Proben trennen, schleifen, polieren und das Gefüge unter dem Mikroskop beurteilen
  • Prüfergebnisse und Prozessdaten dokumentieren und Prüfberichte erstellen
  • Anlagen warten und Fehlerursachen bei Abweichungen suchen

Wo man arbeitet

Sie arbeiten in Härtereien, die Teile für andere Firmen behandeln, sowie in Betrieben der Automobil- und Zulieferindustrie, im Maschinen- und Werkzeugbau oder in Stahlwerken. Der Arbeitsplatz liegt in Werkhallen an den Öfen und im Prüflabor. Dort ist es teils warm und laut, Schutzkleidung gehört dazu. Sie arbeiten meist im Team mit Kollegen aus Produktion und Qualitätssicherung. Weil Öfen oft rund um die Uhr laufen, ist Schichtarbeit verbreitet.

Aktuelle Ausbildungsplätze als Werkstoffprüfer/in - Wärmebehandlungstechnik

Ausbildung zum Werkstoffprüfer (m/w/d), Ausbildungsstart: 01.08.2027

VTN Witten GmbH · Start 1. Aug. 2027

Vergütung: 1.150 € / 1.200 € / 1.250 € je Lehrjahr

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

Werkstoffprüfer:in für Wärmebehandlungstechnik (m/w/d)

Werz Vakuum-Wärmebehandlung GmbH & Co. KG · Start 1. Sep. 2027

Vergütung: 1.176 € je Lehrjahr

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

Auszubildender Werkstoffprüfer (m/w/d) für Wärmebehandlung

Cirex GmbH · Start 1. Aug. 2027

Vergütung: 1.243 € / 1.298 € / 1.379 € je Lehrjahr

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

Werkstoffprüfer/in - Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik (m/w/d)

G + M Vacutherm GmbH · Start 23. Aug. 2027

Vergütung: 1.018 € / 1.070 € / 1.121 € je Lehrjahr

Stelle bei der Bundesagentur ansehen

22 passende Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, Stand dieses Aufrufs. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur, nicht über uns.

Wo es Ausbildungsplätze gibt

Chemnitz, Sachsen 3

Die Ausbildung

Die duale Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Sie lernen im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Zu Beginn stehen gemeinsame Grundlagen aller Werkstoffprüfer: Werkstoffkunde, Probenvorbereitung, mechanische Prüfungen wie Zug- und Härteprüfung sowie Arbeitssicherheit. Danach folgt die Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik mit Ofentechnik, Wärmebehandlungsverfahren, Gefügeuntersuchung und Prozessüberwachung. Die Abschlussprüfung ist gestreckt: Teil 1 findet etwa zur Mitte der Ausbildung statt, Teil 2 am Ende vor der Industrie- und Handelskammer.

Voraussetzungen

Gesetzlich ist kein Schulabschluss vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe meist Bewerber mit mittlerem Schulabschluss ein, teils auch mit gutem Hauptschulabschluss oder Abitur. Wichtig sind Interesse an Technik und Naturwissenschaften, Sorgfalt beim Messen und Dokumentieren sowie technisches Verständnis für Anlagen. Sie sollten Hitze in der Werkhalle vertragen und Sicherheitsregeln konsequent einhalten, etwa beim Umgang mit Prozessgasen und heißen Bauteilen.

Hilfreiche Schulfächer: Physik, Chemie, Mathematik, Technik

Passt der Beruf zu Ihnen?

  • wenn Sie wissen wollen, warum Stahl durch Wärme hart oder zäh wird
  • Sie arbeiten gern genau und halten Messwerte sorgfältig fest
  • wenn Sie gern mit Anlagen arbeiten und auch im Labor am Mikroskop sitzen
  • Sie kommen mit Wärme in der Halle und mit Schichtarbeit zurecht

Nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung können Sie sich zum staatlich geprüften Techniker für Werkstofftechnik oder Metallbautechnik weiterbilden oder den Industriemeister Metall ablegen. Möglich sind auch Lehrgänge in Qualitätsmanagement oder Qualifizierungen in weiteren Prüfverfahren. Mit Fachhochschulreife oder Abitur steht ein Studium etwa in Werkstofftechnik oder Maschinenbau offen. Im Betrieb können Sie Verantwortung für Anlagen, Prozessentwicklung oder ein Prüflabor übernehmen.

Worauf es in diesem Beruf ankommt

Ausbildungsbetriebe sind verpflichtet, alles zu vermitteln, was im Ausbildungsrahmenplan steht. Wer über Monate nur Hilfstätigkeiten macht, kann sich an den Ausbildungsberater der zuständigen Kammer wenden. Das ist kostenlos und vertraulich, und es ist der wirksamere Weg als eine Kündigung.

Die Probezeit in der Ausbildung beträgt nach § 20 BBiG mindestens einen und höchstens vier Monate. In dieser Zeit können beide Seiten fristlos kündigen, ohne Gründe zu nennen. Danach können Auszubildende mit vier Wochen Frist kündigen, der Betrieb praktisch nur noch aus wichtigem Grund.

Ausbildungsbetriebe müssen fachlich und persönlich geeignet sein und über einen Ausbilder mit Nachweis nach der Ausbilder-Eignungsverordnung verfügen. Die zuständige Kammer prüft das, bevor sie einen Vertrag einträgt. Wer also einen eingetragenen Vertrag hat, ist in einem geprüften Betrieb.

Wer schon während der Ausbildung an Weiterbildung denkt, sollte die Aufstiegsfortbildungen im Blick behalten: Meister, Fachwirt oder Techniker sind dem Bachelor formal gleichgestellt und werden über das Aufstiegs-BAföG gefördert. Das verändert die Einkommensperspektive deutlich stärker als die Höhe der Ausbildungsvergütung.

Die Ausbildungsvergütung ist seit 2020 nicht mehr frei verhandelbar. Nach § 17 Berufsbildungsgesetz muss sie angemessen sein, und es gilt eine gesetzliche Mindestvergütung, die jährlich steigt. Betriebe mit Tarifbindung zahlen fast immer darüber.

Häufige Fragen

Wie viele Ausbildungsplätze als Werkstoffprüfer/in - Wärmebehandlungstechnik gibt es?

Aktuell sind 24 Stellen in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben. Die Zahl schwankt im Jahresverlauf stark; die meisten Stellen werden zwischen Herbst und Frühjahr veröffentlicht.

Was verdient man in der Ausbildung als Werkstoffprüfer/in - Wärmebehandlungstechnik?

Der Median liegt bei 1.176 € im ersten Lehrjahr. Grundlage sind 5 ausgewertete Stellenanzeigen. Tarifgebundene Betriebe zahlen meist mehr.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die meisten dualen Ausbildungen dauern zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Die genaue Dauer legt die jeweilige Ausbildungsordnung fest.

Worin unterscheidet sich die Fachrichtung Wärmebehandlungstechnik von der Metalltechnik?

In der Metalltechnik liegt der Schwerpunkt auf dem Prüfen von Metallen, etwa mit zerstörenden und zerstörungsfreien Verfahren. In der Wärmebehandlungstechnik verändern Sie die Werkstoffeigenschaften selbst an den Öfen und prüfen anschließend das Ergebnis. Sie sind also stärker in die Produktion eingebunden.

Ist die Arbeit an den Öfen gefährlich?

Sie arbeiten mit hohen Temperaturen, Abschreckmedien wie Öl und teils mit Prozessgasen. Deshalb tragen Sie Schutzkleidung und folgen festen Sicherheitsregeln, die Sie in der Ausbildung lernen. Viele Anlagen sind automatisiert, sodass Sie vor allem bedienen und überwachen.

Arbeitet man mehr am Computer oder an der Anlage?

Beides gehört dazu. Moderne Öfen werden über Steuerungen programmiert und überwacht, Prüfergebnisse werden digital dokumentiert. Gleichzeitig beschicken Sie Chargen, bereiten Proben vor und messen von Hand im Labor.

Welchen Schulabschluss brauche ich?

Für die duale Ausbildung ist gesetzlich kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben. In der Praxis erwarten Betriebe je nach Beruf einen Hauptschul- oder mittleren Abschluss. Ein Praktikum wiegt in vielen Berufen schwerer als die Noten.

Kann ich mich hier bewerben?

Nein. Wir sind ein Portal, kein Vermittler. Die Bewerbung läuft direkt über den Betrieb oder über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit, zu der jede Stelle oben verlinkt ist.

Ähnliche Ausbildungsberufe

Kostenlos · ohne Konto

Ihr persönlicher Ausbildungs-Report

Sie bekommen per E-Mail: freie Plätze in Ihrem Wunschberuf und Ihrer Region, die übliche Vergütung je Lehrjahr, Ihr Bewerbungsfenster und die nächsten Schritte. Dauert eine Minute.

Mindestalter 16 Jahre. Wir verkaufen keine Daten ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung und melden Sie zu keinem Newsletter an. Datenschutz

Passende Rechner

Woher diese Angaben stammen

Die Stellenliste wird live über die Schnittstelle der Bundesagentur für Arbeit erzeugt; gespeicherte Kopien fremder Anzeigen gibt es hier nicht. Für die Vergütung werten wir aus, was Betriebe selbst in ihren Anzeigen angeben, und bilden daraus den Median je Lehrjahr. Stand der Auswertung: September 2026.

Ausbildungsplatz.net ist weder eine Behörde noch ein Vermittler. Bewerbungen laufen immer direkt über den Betrieb oder die Bundesagentur für Arbeit. Methodik und Grenzen · Quellen